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Damit ein Medikament im Körper optimal aufgenommen wird, muss sich der darin enthaltene Wirkstoff gut in Wasser auflösen. Genau das ist jedoch häufig eine Herausforderung. Ein Team der TU Dortmund hat nun ein entsprechendes Verfahren entwickelt, das mit Unterstützung des Centrums für Entrepreneurship & Transfer (CET) patentiert wurde.
Seit April erhält das Team um den Verfahrenstechniker Professor Markus Thommes rund eine Million Euro aus dem Förderprogramm VIP+ des Bundes. Damit soll das Innovationspotenzial des Verfahrens nachgewiesen und zur Anwendung gebracht werden. Der neuartige Schmelzelektrofilter kann Arzneistoffpartikel gleichmäßig und schonend in eine Trägermatrix aus Hilfsstoffen einbetten. „Mit unserem Verfahren konnten wir bereits eine signifikante Verbesserung des Auflösungsverhaltens schlecht wasserlöslicher Wirkstoffe beobachten. Wir freuen uns, dass wir mit der Validierungsförderung die Technologie nun weiterentwickeln können“, sagt Professor Thommes, der seit 2014 den Lehrstuhl Feststoffverfahrenstechnik an der Fakultät BCI innehat. Das neue Verfahren ist in erster Linie für pharmazeutische Anwendungen vorgesehen, kann aber auch in der Lebensmitteltechnologie oder im Pflanzenschutz eingesetzt werden.
Die PROvendis GmbH hatte im Auftrag der TU Dortmund die Schutzrechte für das neue Verfahren angemeldet. Seit Mai 2025 ist das Patent in den USA erteilt. Zudem besteht ein europäischer Schutz. Der Schmelzelektrofilter war auch bereits im landesweiten Förderwettbewerb „NRW-Patentvalidierung“ erfolgreich und erhielt dort die ersten 200.000 Euro, um den technologischen Reifegrad weiter zu steigern.
Weitere Informationen und Quelle:
TU Dortmund: Wie Verfahrenstechnik Medikamente wirksamer macht
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt: Validierungsförderung VIP+